Mit dem Sujet „Häsch mr en Stutz“ starteten wir in den Fasnachtsjahrgang 2026 aber eigentlich startete alles schon viel früher. Nachdem die Kantonspolizei Baselland letztes Jahr kurz vor der Fasnacht über die neuen Regeln informiert hatte, war für uns klar dass wir mit unserem Wägelchwen nicht mehr „nur“ mit einer Garagennummer fahren dürfen. Was folgte waren diverse Telefonate mit dem Hersteller, der MFK Füllinsdorf und Münchenstein und mit der Versicherung, Am 1. Juli 2025 war dann der historische Moment, unser kleiner Rapid wurde vorgeführt und hat die Prüfung mit Bravour bestanden, vielen Dank an dieser Stelle allen Beteiligten.
So konnten wir mit einem korrekt eingelösten Fahrzeug in die Wagenbauzeit starten. Das Sujet war schnell gefunden, die Finanzmisere in Reinach und die daraus folgenden Bettelaktionen der Gemeinde konnten einfach nicht ignoriert werden. So machten wir uns daran Zählrahmen zu basteln, eine grosse Sparsau auszusägen und anzumalen und das Requisit in eine grosse Schatzkiste der Finanzausgleich-Empfängergemeinden zu verwandeln. Fotos zum Wagenbauen findet ihr hier.
Die Zeit läuft und schon haben wir Anfangs Februar und da die Fasnacht am 14. Februar schon stattfindet müssen wir uns sputen. Leider macht ein Blick auf die Wettervorhersage nicht gerade optimistisch, es ist Regen und Schnee angesagt… Aber mal sehen, das kann sich ja noch ändern.
Am Fasnachtssamstagmorgen wird der Wagen in Aesch beladen und unser neuer Chauffeur Roger bringt ihn sicher nach Reinach. Währendessen organisiert Raoul noch ein kleines Zelt für den Apéro, man weiss ja nie. Wir stärken uns traditionsgemäss im Rössli und gehen alle Taktiken durch wie wir während dem Umzug trocken bleiben. Huch was ist denn das, drei Polizisten streichen um unser Wägelchen, begutachten es und machen Fotos. Da müssen wir doch kurz Fragen gehen ob es ein Problem gibt! „Alles bestens“ erklärt der Polizist, „wir haben ein paar Fotos als gutes Beispiel gemacht“! Top, das sind wir froh dass alles korrekt ist und freuen uns umso mehr auf den Umzug, wenn da nicht das Wetter wäre…
Leider blieb es auch so wie befürchtet, es regnete und regnete und regnete aber es war trotzdem eine wundervolle Fasnacht. An der gesamten Umzugsroute hatte es Zuschauer welche sich vom Regen nicht stören liessen und dank unserem kleinen Dach blieben auch wir einigermassen trocken. Der Umzug lief wie geschmiert, keinerlei Wartezeiten oder Stockungen, die Massnahmen des Fasnachtskomitees haben scheinbar gewirkt oder vielleicht lag es auch nur am Wetter 😉
Wie jedes Jahr folgt nach dem Umzug unser Passivenapéro und Gottseidank hat Raoul das Zelt organisiert, mittlerweile schüttete es aus Kübeln und so blieb zumindest unser Apéroplättli im Trockenen.Wir freuten uns wie jedes Jahr über das Treffen und den Austausch mit unseren Passivmitgliedern, das ist immer ein sehr schöner Moment während der Fasnacht.
Nachdem sich alle gestärkt und etwas getrunken hatten räumten wir um 18 Uhr alles zusammen, versorgten den Wagen und machten uns auf in den Mönchskeller um uns aufzuwärmen. Die Kälte und nachher die Wärme zollte ihren Tribut, das war schon ein recht müder Haufen der da im Mönchskeller im Ecken sitzte, da brauchte es schon eine Pfeffermühle um die Stimmung wieder ein wenig aufzuhellen 🙂
Noch ein kurzer Absacker auf der Gasse, mittlerwile schneite es, und schon ging es langsam nach Hause um sich auf den Sonntag vorzubereiten.
Neuer Morgen neues Glück, für heute war schönes Wetter vorausgesagt, das nehmen wir doch. Die Freude währte leider nur bis zum nächsten Telefonklingeln, unser Chauffeur Roger war dran, es ist krank und kann unter keinen Umständen fahren…nun brauchts es einen Plan B! Zum Glück denkt unser Chauffeur in Lösungen und so hat er bereits einen Ersatzchauffeur organisiert, unseren ehemaligen Vizepräsidenten Rolf! Im Verlauf des Tages wird er zum polnischen Gastarbeiter, aber das ist eine andere Geschichte…
Während dem MIttagessen in Aesch zeigt nun auch langsam die Sonne und so steht einem wundervollen Sonntagsumzug nicht im Wege. Was uns aber auffällt ist, dass scheinbar die neuen Regeln nicht im gesamten Kanton gleich kontrolliert werden! Währendem am Samstag in Reinach jeder Wagen unter die Lupe genomme wurde und gewisse Wagen sogar noch Anpassungen vornehmen mussten interessierte das in Aesch keine Sau…sogar unser Sparschwein muss da lachen. Mindestens ein vierte der Wägen erfüfllten nicht alle Vorschriften und sind den Umzug trotzdem gefahren und da denkt man sich halt schon was das soll!
Nichts desto Trotz, wir hatten einen wundervollen Umzug mit vielen Besuchern, Sonne und Freude und unser Ersatzchauffeur hat uns sicher durch die Menschenmengen geführt. Am Ende noch ein/zwei Bier und schon ist der Fasnachtsjahrgang wieder Geschichte und unser Wägelchen steht wieder in seiner Garage. Als es dann um 21 Uhr auch in Aesch angefangen hat zu Regnen hat sich dann zumindest ein Teil der Behämmerten auf den Heimweg gemacht, schön isch es trotzdem gsi!
Fotos von der Fasnacht 2026 findet ihr hier!





