Wähl mi!

Wähl mi! (nei mi, nei mi, nei mi, nei mi!)
Jetzt mol im Ärnscht, ihr liebe Lüt,
mir halte vo de Wahle nüt.
Uups, jetzt hämmer d‘Pointe leider scho
viel z‘frieh us däm Värs use gno.
Isch öber für e politisch Amt parat,
druckt är sie Schnuure ufs Plakat
no zwei, drei Sprüch, wo alli checke
scho hängt sis Gsicht an alle Ecke.
Als Bürger hesch du‘s denne schwer
suechsch d‘Lugge im Verkehr
will uf die anderi Strossesite wotsch
gsehsch aber nur d‘Botschaft, dass ihn wähle sotsch.
Bim Betrachte hän mir denn no dänkt
dä hät lieber sini Schuelnote aneghängt
är isch sicher dr Bescht vo dr Chliklass gsi
si Silberblick wiest jo do druf hi.
Dr Walfisch, dä heisst Walfisch,
will ihm d‘Wahl e Qual isch.
„Hey Qualle, du tuesch es ächt nid schnalle“,
seit dr Walfisch denn zur Qualle.
Dr Walfisch macht sich denn e Gfalle,
und tuet sich denn e Qualle kralle,
„unschiinbar, gföhrlig und au glitschig“,
dr Beschriibig noch e Politiker, so kitschig.
Und denn gäbs anderi, so wird uns gseit,
seit eine wo die nid vertreit,
statt glitschig, eher rächt verlooge,
heige Parteykolleege vo friehner betroge.
Ob bruuni, rooti, oder griieni,
dr Gegner sig eine wos verdieni.
Ob uf Stuefe Gmeind oder Kanton,
Obs em Vater gilt, oder sim Sohn,
ob em Firme-Chef, oder siner Schweschter,
ob däm vor morn, oder däm vo geschter,
Möcht me vo ihm gar e Verpflichtig,
kriegt me die, aber nid richtig,
e Schlupfloch muess doch immer sii,
will d‘Wahl, die isch au mol vrbii.
Denn zelle Resultat und keini Liege,
sondern Wohrheit, und kei Betriege.
Wählet mi, nei dä, doch dä,
das ka sich do doch keine gäh.
Weisch was isch Zobe denn richtig schlimm?
Bi so viel Köpf, erkennsch dini Frau denn nümm.
Dini Frau isch Politikerin, hör ich di sage?
Denn gohts dir erscht rächt an Krage,
wenn d‘seisch , es tönt makaber,
„Du gsehsch besser us am Kandelaber!“

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